W 141 Familie Sartory von Rabenstein, Berg SG und Oberriet, 1752-1947 (Bestand)

Archive plan context

 
Ref. code:W 141
Ref. code AP:W 141
Title:Familie Sartory von Rabenstein, Berg SG und Oberriet
Creation date(s):1752 - 1947
Creation date(s), scattered dates:1486
Archival Material Types:Dokument
Ausprägung:analog
Running meters:0.15
Level:Bestand
Comments:- Standort: Schutzraum
- kein Detail-Verzeichnis vorhanden

Die Sartory von Rabenstein (1725 latinisiert aus Schneider) stammten ursprünglich aus Höchst und liessen sich 1712 in Berg SG nieder. Im 18. Jh. stiegen sie, in zwei Linien geteilt, rasch auf. Zur jüngeren Linie gehörte Joseph Leonz Sartory von Rabenstein (1721-91). Zu seiner Karriere vgl. St.Galler Geschichte 2003, Band 3, S. 61. Er war 1753/54 Obervogt auf Blatten (nicht länger!), der einzige seiner Familie, der je dieses Amt bekleidete. Danach war er 9 Jahre auf Oberberg.
Aus der älteren Linie stammte Karl Fidel Sartory von Rabenstein (1752-1830), Schwager Müller-Friedbergs, Oberst in spanischen Diensten. 1799 liess er sich in Rorschach nieder. Im Auftrag ehemaliger Söldner vertrat er deren hohe Forderungen gegen Spanien (der Streit wurde erst in den 1890er Jahren beigelegt). Bei der Grenzbesetzung 1805 befehligte Karl Fidel die Truppen im Rheintal. Als eidgenössischer Oberst war er bis 1830 Bezirkskommandant von St.Gallen. Als Kantonsförster unterstanden ihm die ehemaligen Stiftswälder und die Wälder der alten Landvogteien. Mit zunehmendem Alter verwaltete er sein Amt eher schlecht. Daher ersuchte Johann Josef Keel nach seiner Forstausbildung die Regierung Müller-Friedberg, ihm das Amt zu übertragen.
Dies wurde ihm unter der Bedingung gewährt, dass Keel künftig Sartorys Gehalt aus eigener Tasche bezahle. (vgl. StASG, W 061, Autobiographie von Johann Josef Keel).

Das Familienarchiv Sartory stammt aus dem Nachlass der letzten zwei Sartory-Erbinnen in Oberriet und wurde zunächst dem Stiftsarchiv St.Gallen übergeben. Da es jedoch überwiegend das 19. Jahrhundert belegt, kam es ins Staatsarchiv, eigentlich als Anhang zum Familienarchiv Müller-Friedberg (W 055). Im Bestand gibt es auch Kopien einer Lithographie von Karl Fidel Sartory, hergestellt nach dem grossen Porträt.
(Informationen von: Markus Kaiser, Staatsarchiv St.Gallen)
 

Usage

End of term of protection:12/31/1977
Permission required:Staatsarchiv
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL:http://scope.staatsarchiv.sg.ch/detail.aspx?ID=67342
 
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