Privatarchive, 1700 (ca.)-2014 (Hauptabteilung)

Archive plan context

 
Title:Privatarchive
Creation date(s):approx. 1700 - 2014
Level:Hauptabteilung
Contains:Das Staatsarchiv ergänzt Quellen staatlicher Herkunft durch die Übernahme von Archivalien, die aus privater Hand stammen und denen Gewicht für die kantonale Geschichte zukommt. Dabei kann es sich um Familien-, Firmen-, Verbands- oder Parteiarchive handeln.
Comments:Geschichte und Beschreibung der Hauptabteilung:

Unterlagen privater Herkunft interessierten im Staatsarchiv bereits seit dem 19. Jahrhundert, wobei jedoch der Schwerpunkt der Sammeltätigkeit auf mittelalterlichen, sich in Privatbesitz befindenden und st.gallisches Kantonsgebiet betreffenden Urkunden lag. Entsprechende Übernahmen erfolgten stets in der Absicht, die politische und Verwaltungsgeschichte des Kantons besser zu dokumentieren.

Mit der Übernahme des Familienarchivs Müller-Friedberg im Jahr 1935 gelangte der erste grössere Privatarchivbestand ins Staatsarchiv. Eine eigentliche Sammel- und Übernahmetätigkeit von Privatarchiven setzte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein.
Die Sammlungspolitik veränderte sich langsam. Lag anfangs das Schwergewicht auf der ergänzenden Dokumentation der politischen und Verwaltungsgeschichte, nahm das Staatsarchiv seit den 1970er Jahren auch Bestände auf, die für die Wirtschaftsgeschichte des Kantons von Bedeutung sind. Eine eigentliche Ausweitung der Sammlungspolitik erfolgte im Hinblick auf neue Forschungstendenzen in der Geschichtswissenschaft ab den 1980er Jahren, indem vermehrt auch sozial- und mentalitäts-, alltags- und frauengeschichtliche Quellen übernommen wurden. Gestützt wurde diese Sammeltätigkeit durch die Archivverordnung von 1984, in der festgehalten ist, dass das Staatsarchiv neben dem Archivgut staatlicher Behörden generell Archivgut sammeln soll, welches für die Geschichte des Kantons von Bedeutung ist. Dieser Grundsatz wurde im Gesetz über Aktenführung und Archivierung (sGS 147.1, Art. 9, Abs. c), das 2011 in Kraft trat, erneut bekräftigt.

Seit den 1980er Jahren spezialisierte sich das Staatsarchiv im übrigen auch auf die Akquisition von Architektenarchiven, und in den 1990er Jahren erfolgte die gezielte Übernahme von Parteiarchiven und Archiven von politischen Bewegungen. In neuster Zeit konnte vor allem mit der Übernahme des Archivs des Bauernverbandes der Themenbereich Landwirtschaft besser dokumentiert werden. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Bestände zu Sport und Freizeit. Nur marginal vorhanden sind bisher Unterlagen zum Brauchtum und zu (im weitesten Sinn) Randgruppen.

Thematisch lassen sich die Privatarchive im Staatsarchiv St.Gallen hauptsächlich drei Bereichen zuordnen: Vereins- und Parteiarchive, Privat- und Familienarchive (Vor- und Nachlässe) sowie Firmenarchive. Dazu kommt eine bunte Mischung von Beständen verschiedenster Provenienz, die sich auch inhaltlich kaum zusammenfassen lassen.

Die gesamte Abteilung Privatarchive ohne Pläne, aber inklusive der unbearbeiteten Bestände in der Abteilung Wy umfasst ca. 685 Laufmeter (Juli 2009).
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL:http://scope.staatsarchiv.sg.ch/detail.aspx?ID=575420
 
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