Kommunikation, 1911-2011 (Fonds)

Archive plan context

 
Title:Kommunikation
 

Identification area

Abbreviations:SK-KOM
 

Area of information

Creation date(s):1911 - 2011
Geographical information:Regierungsgebäude, 9001 St.Gallen
Rechtsform:Amt
Rechtsgrundlagen:Wie für die gesamte Staatskanzlei sind auch für die Dienststelle Kommunikation die folgenden Erlasse von zentraler Bedeutung:
- Geschäftsreglement der Regierung und der Staatskanzlei vom 7. Dezember 1951 (sGS 141.3), Art. 34 und 35
- Kantonsratsreglement vom 24. Oktober 1979 (sGS 131.11), Art. 46
- Staatsverwaltungsgesetz vom 16. Juni 1994 (sGS 140.1), Art. 32 und 33

Als spezifische Grundlagen kommen für die Dienststelle Kommunikation hinzu:
- Informationsrichtlinien: Dienstanweisung der Regierung (RRB 1996/542)
- Kommunikationskonzept für Regierung und Verwaltung des Kantons St.Gallen (RRB 1999/433)
- Leistungsauftrag der Dienststelle Kommunikation (RRB 2000/55)
- Aggiornamento (Anpassung) der Medienkommunikation der Regierung (RRB 2002/711)
- Zweites Aggiornamento der Medienkommunikation der Regierung (RRB 2005/557)
- Web-Konzept der Staatsverwaltung des Kantons St.Gallen (RRB 2006/5)
(Amts-)Leitung:-2017: Hildegard Jutz
2017-: Thomas Zuberbühler
Behördengeschichte:1971 Die Stelle 'Informations- und Dokumentationsdienst' mit einem Mitarbeiter wird geschaffen.

1973 Seit April 1973 wird die Personalzeitung 'Der Pfalzbrief' unter der Redaktion des 'Informations- und Dokumentationsdiensts' herausgegeben.

1976 Der 'Informations- und Dokumentationsdienst' heisst neu 'Informationsdienst'.

1991 Die Fachstelle 'Protokolldienst' wird zusätzlich zum 'Informationsdienst' geschaffen.

1993 Die Fachstellen 'Informationsdienst' und 'Protokolldienst' werden in 'Information/Medien' und 'Public Relations' umbenannt.

1996 Die Regierung erlässt Informationsrichtlinien in Form einer Dienstanweisung, womit die Staatsverwaltung erstmals über gemeinsame Grundsatzbestimmungen für die Öffentlichkeitsarbeit verfügt.

1998 Die beiden Fachstellen 'Information/Medien' und 'Public Relations' werden fusioniert und in 'Kommunikation' umbenannt.

1999 Die Regierung erlässt ein von der Staatskanzlei erarbeitetes Kommunikationskonzept, welches in den Jahren 2002 und 2004 mit je einer Anpassung (Aggiornamento) versehen wird. Obwohl sich das
Kommunikationskonzept an alle Mitarbeitenden der Staatsverwaltung richtet, kommt der Staatskanzlei und insbesondere der Fachstelle 'Kommunikation' eine besondere Rolle zu.

2000 Die Regierung beschliesst einen 'Leistungsauftrag Kommunikation der Staatskanzlei', in dem obige Rolle formuliert und definiert wird.

2001 Nachdem bereits im Jahre 1998 ein Intranet-Konzept realisiert worden ist, setzt die Regierung im März 2001 ein Internet-Konzept für die Staatsverwaltung in Kraft. Darin beschliesst sie, in einem Rhythmus von ungefähr zwei Jahren ein Redesign des kantonalen Internet-Auftritts in Auftrag zu geben. Am 10. Januar 2006 setzt die Regierung das 'Web-Konzept der Staatsverwaltung des Kantons St.Gallen' in Kraft, welches das Internet-Konzept von 2001 und das Intranet-Konzept von 1998 aufhebt.

Als Folge der Neukonzipierung der Internet-Dienste wird die Dienststelle Kommunikation personell und fachspezifisch verstärkt, sodass Ende 2001 zwei Fachleute für die Bereiche Online-Journalismus und Web-Publishing eingestellt werden. Die Dienststelle 'Kommunikation' hat nun vier Tätigkeitsbereiche: Kommunikation, Medien, Internet (ab 2006 'Web') und Anlässe.

2004 Im Jahr 2004 wird die Staatskellerwirtin in den Bereich Kommunikation eingegliedert. Sie ist nicht im Stellenplan aufgeführt, weil sie ohne fixes Pensum arbeitet und nach Stundenaufwand entschädigt wird.

2007 Am 1. November 2007 wechselt die Stelleninhaberin 'Anlässe' von der Dienststelle Kommunikation zur Dienststelle Sekretariat mit dem wesentlichen Teil ihres Aufgabenbereichs: Organisation der Anlässe von Regierung und Kantonsrat sowie Protokollarisches.
Range of activity:Organisatorisch ist die Staatskanzlei Stabstelle von Regierung und Kantonsrat. Sie ist in folgenden Handlungsfeldern tätig:
1. Unterstützung von Regierung und Parlament
2. Erfüllung von departements- und verwaltungsübergreifenden Sonderaufgaben
3. Bereitstellung von angemessener Infrastruktur

Die Dienststelle Kommunikation als Teilbereich der Staatskanzlei hat den Auftrag, Kommunikationsaufgaben für Regierung, Kantonsrat und Departemente wahrzunehmen und sie dabei zu beraten und zu unterstützen. Entsprechend der Unterteilung der Dienststelle Kommunikation in die drei Gebiete ´Kommunikation´, 'Medien' und 'Web' ergeben sich folgende Hauptaufgabenbereiche:

Kommunikation
Die Dienststelle berät die politische Führung (Regierung sowie Präsidium und fallweise auch Kommissionen des Kantonsrates) in Kommunikationsaufgaben. Dazu zählen die Erarbeitung von Kommunikationskonzepten, Beratung in Bezug auf konkrete Medienauftritte sowie die Pflege der Beziehungen zwischen politischer Führung und Medien.

Medien
Zur Medienarbeit gehört das Verfassen oder Redigieren von Medienmitteilungen von Regierung und Kantonsrat sowie deren Verbreitung an die akkreditierten Redaktionen und Medienschaffenden. Die Departemente sind in ihrer Öffentlichkeitsarbeit selbständig. Sie können die Dienststelle Kommunikation aber um Unterstützung, um fachliches Knowhow und um Schulung im Medienbereich anfragen.

Web
Die Bereiche 'Internet' und 'Intranet' werden durch das Inkrafttreten des Web-Konzepts der Staatsverwaltung des Kantons St.Gallens (RRB 2006/5) aufgehoben und seit dem 10. Januar 2006 im Bereich 'Web' zusammengefasst. Die Dienststelle Kommunikation ist für das Erscheinungsbild und die Navigationsstruktur der kantonalen Website zuständig und überprüft die von den einzelnen Dienststellen konzipierten Auftritte in inhaltlicher und stilistischer Hinsicht. Die Federführung für den Webbereich liegt jedoch beim Dienst für Informatikplanung (DIP).
Parallelüberlieferungen:- Dienststellen der Staatskanzlei:
Schnittstellen sind bei jenen Dienststellen der Staatskanzlei zu erwarten, bei denen die Dienststelle Kommunikation in irgend einer Form durch ihre kommunikative Funktion Einfluss nimmt, wie zum Beispiel bei diversen Gremien der Koordinationsstelle für Aussenbeziehungen (Internationale Bodenseekonferenz, Arbeitsgemeinschaft Alpenländer).

- Departemente:
Auch hier sind Parallelüberlieferungen vor allem bei jenen Stellen zu erwarten, bei denen die Fachkompetenz der Dienststelle Kommunikation in Anspruch genommen wird. Insbesondere trifft dies für den Dienst für Informatikplanung (Web) zu.

- Amtsdruckschriften:
In den Amtsberichten der Regierung wird regelmässig in geraffter Form über die Dienststelle und ihre Tätigkeit berichtet.

- Weitere Unterlagen:
Dominique Haenni: Staatskanzlei des Kantons St.Gallen. Eine Untersuchung über Organisation und Arbeitsweise (im Auftrag der SK). Ungedrucktes Manuskript, Carouge 1991 (frz./dt. Versi-on: siehe Dossier zum Gesamtprojekt ARONISKA)
 

Bewertung

Bewertung der organisatorischen Gesamtfunktion:Die Dienststelle Kommunikation ist die Schnittstelle zwischen Behörden und Verwaltung einerseits und Medien/Öffentlichkeit anderseits. Sie transportiert die Entscheide der politischen Führung sowie die staatlichen Produkte und Dienstleistungen über diverse Kommunikationskanäle (E-Mails, Medienanlässe Internet usw.) an die Öffentlichkeit. Die Dienststelle Kommunikation gewinnt mit dem Wandel der Gesellschaft zur Kommunikationsgesellschaft stetig an Bedeutung. In den letzten Jahren ist mit Internet und Intranet ein ganzer zusätzlicher Bereich dazugekommen.
Historische Kriterien:Aus heutiger Sicht erscheinen die zur Diskussion stehenden Unterlagen besonders in folgender Hinsicht von historischem Interesse:

a) Erstens illustrieren sie den Umgang des Kantons mit den Herausforderungen der modernen Kommunikationsgesellschaft (Entwicklung von einer "passiven" hin zu einer "aktiven" Kommunikationspolitik; Umgang mit neuen Kommunikationsformen und -kanälen wie Intranet und Internet; u.a.)

b) Zweitens demonstrieren sie (zeitunabhängig) das Selbstbild, das der Kanton nach aussen über sich und seine Tätigkeit vermittelt bzw. vermitteln will, das sich dann - mindestens im Nachhinein - durch Historikerinnen und Historiker mit den entsprechenden "Primärquellen" zum Gang der jeweiligen Ereignisse vergleichen lässt.

c) Drittens sind die diversen Bilddokumente (Bildarchiv) äusserst wertvolle und dankbare Quellen zur Illustration von historischen Arbeiten über Personen, Ereignissen usw. im Kanton - nicht zuletzt dank der Tatsache, dass sie durchgehend mit Bildlegenden versehen sind.
Rechtliche Kriterien:- Rechnungsunterlagen: 10 Jahre (in sachgemässer Anwendung von Art. 590, 730c und 747 sowie Art. 957 und 962 des Schweizerischen Obligationenrechts, SR 220, und der eidgenössischen Geschäftsbücherverordnung, SR 221.431)

- Personaldossiers: 10 Jahre (in Anlehnung an die Verjährungsfristen nach Art. 24 der Besoldungsverordnung, sGS 143.2, in Verbindung mit Art. 129 bis 142 OR).
Vereinbarung:Archivierungsvereinbarung vom 14. Januar 2008 (Auszug):

- Projektunterlagen mit Federführung der SK-KOM: Anbietepflicht gegenüber dem Staatsarchiv zur differenzierten Beurteilung
- Projektunterlagen ohne Federführung der SK-KOM: Kassation
- Medienmitteilungen: Dauernde Aufbewahrung
- Bildarchiv (inkl. Bilder zum Pfalzbrief; analoge und digitale Formate): Dauernde Aufbewahrung
- Personalien St.Galliischer Würdenträger (einschliesslich Fotos): Dauernde Aufbewahrung
- Pfalzbrief: Unterlagen zur Produktion; Korrespondenz: Kassation
- Web (Unterlagen zu Intranet/Internet): Kassation
- Akten und Unterlagen aus der Leitung der Dienststelle: Anbietepflicht gegenüber dem Staatsarchiv zur differenzierten Beurteilung
 

Usage

End of term of protection:12/31/2041
Permission required:Staatsarchiv
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Archivmitarbeiter/-innen
 

URL for this unit of description

URL:http://scope.staatsarchiv.sg.ch/detail.aspx?ID=102176
 
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